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Was ich nicht greifen kann, hat einen Wert

Korrekterweise müsste die Verschlagwortung hier "Rechte an immateriellen Gütern" lauten. Es geht in jedem Fall nicht um Eigentum oder Besitz an materiellen Gütern, also greifbaren Sachen oder Stoffen, respektive verkörperlichten Dingen.

Nur weil etwas nicht greifbar, das heißt, nicht an eine körperliche Sache gebunden ist, bedeutet dies nicht, dass es nicht einen Wert haben kann. Im Gegenteil: Was man auch als ideellen Wert bezeichnen mag (wobei dies allerdings sehr laienhaft und zudem falsch formuliert ist), repräsentiert manchmal einen höheren Wert, als die verstofflichte Substanz selbst, mit der es verbunden ist. Das Bild eines berühmten Malers mag aus verschiedenen Pigmenten, Harzen und Ölen bestehen, die zusammen mit dem Leinen, auf dem es gestaltet wurde, nur einen geringen (materiellen) Wert ausmachen …
… ich denke, Sie verstehen, was gemeint ist.

Dazu kommen zusätzlich Werte, die nicht einmal an einen körperlichen Gegenstand gebunden sind und es von vornherein nie waren oder sein werden. In Zeiten, in denen die Börsenwerte von sehr bekannten großen Software- beziehungsweise Internetdienstunternehmen höher notieren als von beispielsweise Autoherstellern, sollte jedermann einleuchten, dass immateriellen Rechten eine hohe Bedeutung zugemessen werden muss. Ganz gleich, ob es urheberrechtliche oder gestalterische Grundlagen sind oder Verwertungsrechte an Titeln oder Marken: Die Möglichkeiten der Verwertbarkeit sind weitläufig und umfassend, jedoch auch die Anforderungen an den Schutz und die Verteidigung des jeweiligen Rechts.

Als immaterielle Güter, die der wirtschaftlichen Verwertung zugänglich sein können, kommen nicht nur Lizenzen oder Konzessionen in Betracht, sondern auch Standorte, Namens- und Titelrechte, Marken- und Warenzeichenrechte, Urheber- sowie Veröffentlichungsrechte, Verlags- und Vertriebsrechte und auch – nicht abschließend – elektronische Güter.   weiterlesen

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